ANALYSE

Manche sind auf der Suche nach der Formel für ewige Jugend, und die Labore der Molekularbiologie und Gentechnik weltweit sind voll von Wissenschaftlern, die das Verhalten menschlicher Zellen zu entschlüsseln versuchen. Aber seit der Entdeckung embryonaler und adulter Stammzellen sowie induzierter pluripotenter Zellen steht die Wissenschaft einem Meer von Zweifeln gegenüber. Dieses vielversprechende Forschungsfeld gibt uns die Möglichkeit, die Anwendung von Zelltherapien menschlichen Ursprungs auf die Behandlung von Krankheiten zu untersuchen.

Die Wissenschaftler in der Abteilung für molekulare Stammzellenforschung bei Biocell Ultravital betreiben ständigen Wissensaustausch und erweitern unser Forschungsfeld mit der Unterstützung der unschätzbaren Erfahrung, die das biologische Forschungsinstitut in den vergangenen Jahrzehnten gesammelt hat. Es ist ein schwieriges Unterfangen und eine große Herausforderung für sie, weitere Fortschritte in der klinischen Erforschung embryonaler und adulter Zellen zu machen und ihre Vor- und Nachteile bezüglich ihres Einsatzes und therapeutischen Potenzials zu untersuchen.

Es ist uns nicht klar, welche Methode für die zukünftige Anwendung von Stammzellen die sicherste ist. Was sind die Stärken und Schwächen embryonaler und induzierter pluripotenter Stammzellen? Wir wissen nicht genau, wie man auf 100%ig sichere Weise von einer differenzierten Zelle zu einer anderen gelangt. Diese Fragen beschäftigen auch die Wissenschaftler, die Mitglieder der International Society for Stem Cell Research sind. Der potenzielle Nutzen adulter Stammzellen besteht darin, dass eigene Zellen des Patienten in Kulturen vermehrt und dann wieder in den Patienten eingesetzt werden könnten. Die Verwendung der eigenen Stammzellen des Patienten würde ein Abstoßen der Zellen durch das Immunsystem ausschließen. Dies stellt einen Vorteil dar, da eine Immunreaktion eine ernste Komplikation ist. Zu den Nachteilen zählt, dass die meisten dieser Zellen sich nur begrenzt selbst erneuern und der Umgang mit ihnen sehr aufwändig und teuer ist. Außerdem besteht keine Garantie, dass zumindest eine generelle Revitalisierung des Empfängerorgans eintritt. Die größte Gefahr stellt jedoch das in Tierversuchen bestätigte Risiko von Tumorwachstum dar.

Die erhofften therapeutischen Möglichkeiten von Stammzellen gehen in zwei Richtungen: Reparatur geschädigter Gewebe und Heilung genetisch bedingter Krankheiten, so Thomas Graf, Koordinator des Differenzierungs- und Krebsprogramms beim Center for Genomic Regulation (CRG).

"Der Fortschritt ist langsam", gab Graf zu. ,Jeder Zelltyp, den wir generieren wollen, hat seine Probleme, und Wissenschaftler in aller Welt untersuchen und entwickeln Formeln mit dem gleichen Ziel, von den USA bis nach China über Frankreich, Deutschland, die Schweiz, Singapur, Japan und andere Länder.“

Wenn die Wissenschaft keinen klaren Kurs hat, welche festen Versprechen kann sie Patienten machen? Die übermäßige Publicity, die Fortschritte in der Stammzellenforschung begleitet, hat die Erwartungen vieler Patienten hochgeschaukelt, und weitgehende Unwissenheit hat den sogenannten Stammzellentourismus hervorgebracht.

Kliniken in China, Russland, einigen europäischen Ländern sowie in den USA und Lateinamerika arbeiten mit wenig Regulierung und versprechen wissenschaftlich nicht belegte Wunderbehandlungen zur Heilung bestimmter genetischer Pathologien.

Dies ist nicht nur unkontrollierbar, sondern auch unverantwortlich und zeugt von mangelnder Ethik, so Yann Barrandon, Direktor des Labors für Stammzellendynamik in Lausanne in der Schweiz. Angesichts der zahlreichen Interessenten an einer vermeintlichen Heilung stellt sich eine weitere Frage: Wenn die Behandlung nicht wirkt und dem Patienten sogar Schaden zufügt, wer übernimmt dann die Verantwortung?

Um das volle Potenzial der Zelltherapie mit menschlichen Stammzellen zu verwirklichen, sind noch eingehende Experimente nötig, um die Risiken ausfindig zu machen und zu vermeiden.

Allein die Kultivierung und Vermehrung von Stammzellen im Labor hat zwanzig Jahre gedauert. Jahrelange Arbeit ist erforderlich, um dieses Forschungsfeld so schnell wie möglich voranzutreiben. Wird dies unterlassen, zahlen wir täglich den Preis dafür in Form von verminderter Lebensqualität und Lebensdauer von Tausenden von Menschen. Selbstverständlich sind diese wissenschaftlichen Entwicklungen und Forschungsarbeiten Gegenstand bioethischer, religiöser und politischer Debatten.

Das breite therapeutische Arsenal aus tierischen und pflanzlichen Quellen ist noch immer unentbehrlich für die Pharmaindustrie, die jedes Jahr 100.000 neue Formeln produziert und eintragen lässt, die in der Herstellung diverser Medikamente zur Heilung und Linderung menschlicher Krankheiten zum Einsatz kommen, darunter Insulin, Adrenalin, Kortikoid, Estrogen-Estradiol und Vitamin B12. Aminosäuren sind nur ein Teil einer schier endlosen Palette. Zudem werden tierische Organe und Drüsen zur sogenannten Heterotransplantation in Menschen verwendet.

Wir bei Biocell Ultravital™ in Frankreich sind nur einen Schritt davon entfernt, unsere therapeutischen Bemühungen in alle Richtungen auszuweiten. Die Zukunft steht vor der Tür, und das Ziel der Medizin sollte die Prävention ohne Gedanken an Diagnose und die Regeneration ohne Gedanken an Heilung sein.

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